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Wirtschaftsstandorte_03_2022

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VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG 45 Perle mitPotenzial Alsdrittgrößte sächsischeStadthatte es Chemnitzneben Dresden undLeipzig nicht immerleicht, eigene Akzente zu setzen.Dabeihat sie vielzubieten. Wer an sächsische Metropolen denkt, hat meistens zuerst die Landeshauptstadt Dresden mit ihrer wechselvollen Geschichte, demreichen Kulturangebot undder barocken Architektur im Fokus. Der zweite Gedanke gilt oft Leipzig, der pulsierenden Universitätsstadt, die vor allem auch junge Leute begeistert. Und Chemnitz? Als drittgrößte Stadt im Freistaat hat es Chemnitz bisweilen schwer, sich neben den beiden Metropolen im Osten und Norden zu behaupten. ZuUnrecht, denn Chemnitz kann eine Menge. Das hat auch die Jury im Wettbewerb um dieKulturhauptstadt Europas erkannt und Chemnitz gemeinsam mit dem slowenischen Nova Gorica den Titel für 2025 zuerkannt. Davor stand eine Werbekampagne, die genau jene vermeintliche „Unsichtbarkeit“ der Stadt in den Fokus gerückt hatte. „C the Unseen“ lautete das Motto, mit dem Chemnitz in den Wettstreit eingestiegenwar. Die Botschaft dahinter: In Wirklichkeit gibt es eine Menge in Chemnitz zu sehen.Die Stadt istbesonders reich an Industriekultur. Nicht umsonst hat hier auch der noch junge Landesverband Industriekultur seinen Sitz. Zahlreiche Museenund technische Denkmäler erzählen von der wirtschaftlichen Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung. Dabei liegt der Fokus aber nicht nur auf Vergangenem. So macht sich unter anderem die Initiative Kreatives Sachsen mit vielen Partnern für modernes und kreatives Arbeiten stark. „Maker, Business & Arts MBA25“ ist der Titel eines der insgesamt vier sogenannten Flagship-Vorhaben, die im Sinne der Kulturhauptstadt umgesetzt werden. Das Team von Kreatives Sachsen vernetzt dabei Akteure aus Wirtschaft, Kunst und Kultur und bietet perspektivisch in insgesamt acht „Makerhubs“ Raum für Austausch und Ideen, unter anderem zu den Schwerpunkten Nachwuchsförderung, Cross-Innovation, Kulinarik undtextiles Arbeiten. Mit der Kampagne „Chemnitz -Stadt der Moderne“ zeigt die Stadt nicht erst seit derKulturhauptstadt-Bewerbungihre Zukunftsfähigkeit. Die wiederum hängt von den Menschen ab, die das moderne Chemnitz repräsentieren. Für sie hat die Stadt bereits 2014 ein eigenes Kommunikationskonzept auf den Weg gebracht, dasdas Lebensgefühl der Bewohnerinnen Chemnitz hat viel zu bieten –wirtschaftlich, kulturell und zunehmend auch imForschungsbereich. und Bewohner in den Blickpunkt rückte. Nach dem Motto „Die Stadt bin ich“ zeigten sie, warum sie gerne in Chemnitz leben. Lebens- und liebenswert ist die Stadt nicht zuletzt auch, weil es in und um Chemnitz sehr viel grüner ist, als man es von einem industriell geprägten Standort erwarten würde. Mehr als 3.000 Hektar Wald gehören unmittelbar zum Stadtgebiet. Auf jeden Einwohner kommen statistisch über 60 Quadratmeter Grünfläche. Bekannt sind vor allem der Küchwaldpark, die Schlossteichanlagen und derStadtpark. Den Nachwuchs im Fokus Flanieren und die Seele baumeln lassen – dasgeht in Chemnitz gut. DieStadt istfamilienfreundlich, bietet aber auch den zahlreichen Studentinnen und Studenten, die an der hiesigen TU oder an einem der zahlreichen Forschungsinstitute lernen, beste Bedingungen. Wissenschaft und Wirtschaft sind in Chemnitz eng miteinander verbunden. Vor allem im Maschinen- und Fahrzeugbau, in der Mikroelektronik sowie der Textil- und Foto:Adobestock Werkstoffindustrie findet man in Chemnitz gebündelteExpertise. Rund 18.500 Industrie- und Handwerksbetriebe gibt es in der Stadt. Als moderner Wirtschaftsstandort greiftman hier die lange Tradition der Stadt auf – Chemnitz galt im 19. Jahrhundert als „sächsisches Manchester“ –und verbindet sich mit dem Anspruch eines modernen Lebens- und Arbeitsortes für alle Generationen und für Menschen aus aller Welt. Die rund 10.000 Studierenden der Technischen Universität und der verschiedenen Institute kommen aus etwa 100 Ländern. Damit belegt Chemnitz bezogen auf den Anteil der ausländischen Studierenden bundesweit einen Spitzenplatz unterden staatlichen Universitäten. Nicht zuletzt die Lage macht Chemnitz begehrt. Das europäische Luftdrehkreuz von DHL in Leipzig bringt vor allemUnternehmen logistische Vorteile.Eine gute Verkehrsanbindung macht sowohl andere Großstädte als auch zwei internationale Flughäfen leicht erreichbar. Vergleichsweise günstige Mieten locken Häuslebauer vorwiegend aus dem UmlandnachChemnitz. Schwimmbäder, ein Eisstadion undmehrals 200 Sportvereine bieten auch in der Freizeit viele Möglichkeiten, aktiv zusein. Und, dass sich die Kultur nicht verstecken muss, sollte spätestens nach der erfolgreichen Bewerbung für den „Kulturhauptstadt“-Titel klar sein. Über 90Millionen Euro fließen über das Programm in Stadtentwicklung, Gehen Sie bei der Mitarbeitergewinnung schon „andere Wege“? Infrastruktur und Tourismus. Chemnitz hat viel zu bieten –und das macht die Stadt auch für Fachkräfte aus dem Auslandinteressant. Damit sie gut in Chemnitz ankommen können, engagiert sich unter anderem das Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft (bsw). Unter dem Motto „Gehen Sie schon andere Wege?“ bieten die Mitarbeiter zum Beispiel am 12. Juli einen Workshop zum Thema „Integration und Berufsanerkennung ausländischer Mitarbeiter und Azubis“ an. Personalverantwortliche aus Chemnitzer Unternehmen lernen dabei alle Möglichkeiten zur Gewinnung von Mitarbeitern aus dem Ausland kennen und erfahren im Gespräch mit den Experten, worauf esbesonders zu achten gilt. Das Bildungswerk engagiert sich schon seit 2020 unter anderem imRahmen der Fachkräfteallianz im „Projekt zur beruflichen Integration von Ausländern in Chemnitz“. Innerhalb der ersten Hälfte der Projektlaufzeit wurden nach Angaben des bsw über 50Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in eine Ausbildung oderinein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vermittelt. 2021 startete darüber hinaus ein weiteres Projekt im Rahmen der Fachkräfteallianz mit dem Ziel der gezielten Akquise und Gewinnung von Azubis und Fachkräften aus dem Ausland. Vielfalt, die dem Wirtschaftsstandort Chemnitz genauso gut zu Gesicht steht wieder Kulturhauptstadt. www.chemnitz.de;www.chemnitz 2025.de; www.kreatives-sachsen.de www.bsw-bildungszentrum-chemnitz.de DEIN BESTES PROJEKT.DU. HWK-CHEMNITZ.DE/DEIN-BESTES-PROJEKT-DU AUSGEWÄHLTE KURSE AUS UNSEREM PRAXISCAMPUS IN CHEMNITZ AUFSTIEGSFORTBILDUNG GEPRÜFTER BETRIEBSWIRT(HWO) (DQR 7* Master-Ebene) Online, Vollzeit oder Teilzeit bsw –Ihr „Wegbegleiter“, weil wir... Foto: shutterstock/Scorpp ALLE WEITERBILDUNGEN ONLINE HWK-CHEMNITZ.DE/KURSPROGRAMM AUFSTIEGSFORTBILDUNG INTERNATIONALER SCHWEIßFACHMANN (IWS) 07.10.2022 –16.06.2023, Teilzeit VORBEREITUNGSKURS FEINWERKMECHANIKERMEISTER TEILE I/II 25.11.2022 –16.12.2023, Teilzeit VORBEREITUNGSKURS INFORMATIONSTECHNIKERMEISTER TEILE I/II 08.09.2023 –20.09.2025, Teilzeit * DQR –Deutscher Qualifikationsrahmen Die Hauptabteilung Bildung der Handwerkskammer Chemnitz ist zertifiziert nach DIN ENISO 9001:2015. über zuverlässige Netzwerke zur Gewinnung von Azubis und Fachkräften verfügen. zur Anerkennung internationaler Berufsabschlüsse beraten. zielgerichtet qualifizieren und ausbilden. Unterstützung bei der Integration geben. über interkulturelle Kompetenzen und Wissen verfügen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. bsw-Technikum Chemnitz Kantstraße 4–8, 09126 Chemnitz Telefon 0371 5333510 E-Mail bz-chemnitz@bsw-mail.de Internet www.bsw-bildungszentrum-chemnitz.de

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