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Tour de Saxe 2021

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DRESDEN 10 DRESDEN 11 200 Jahre „Freischütz“ Seine romantische Oper komponierte Carl Maria von Weber einst in Dresden Das Winzerhaus, in dem Carl Maria von Weber viele Sommer mit seiner Familie verbrachte, beherbergt heute ein Museum über sein Leben und Wirken. © Museen der Stadt Dresden, Foto: Philipp Günther ENTDECKEN UND ERLEBEN 1821 bis 2021: In diesem Jahr feiert Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ 200-jähriges Jubiläum. Diese romantische Oper, die von 1817 bis 1821 in Dresden entstanden ist, gehört heute zu einer der bekanntesten deutschen Opern und galt lange Zeit als deutsche Nationaloper. Anfang des 19. Jahrhunderts löste die Jäger-Oper mit gegossenen Freikugeln, einer tiefenpsychologisch interessanten Liebesgeschichte, religiös-mythologischen Anklängen und volkstümlichen Melodien Begeisterungsstürme aus. „Der Freischütz“ inspirierte beispielsweise auch den jungen Richard Wagner zu seiner Komponistenlaufbahn. Im Jubiläumsjahr 2021 bietet das Carl-Mariavon-Weber-Museum Dresden gemeinsam mit den Landesbühnen Sachsen Radebeul und dem Schloss Seifersdorf besondere Veranstaltungen und eine Ausstellung. Dabei soll die Entstehung des Werkes beleuchtet, aber auch die Rezeption während der Zeit des Nationalsozialismus und in der DDR aufgegriffen werden. Da die Oper zudem zu einem der wichtigsten Repertoirestücke auf der Felsenbühne Rathen wurde, widmet sich die Ausstellung im Carl-Maria-von-Weber-Museum auch den dortigen Inszenierungen und beleuchtet die Tradition der Freilichtaufführungen. Des Weiteren sind konzertante Aufführungen des Werkes durch die Landesbühnen Sachsen in Seifersdorf und im Garten des Weber-Museums geplant. Das 1725 erbaute Winzerhaus, das heute das Museum beherbergt, war Carl Maria von Webers Rückzugsort. Hier verbrachte der Hofkapellmeister viele Sommer mit seiner Familie. Es entstanden zahlreiche Kompositionen, darunter seine Opern „Euryanthe“ und „Abu Hassan“, außerdem viele Lieder und Kammermusik. Seine berühmte Oper „Der Freischütz“ mag durch Spaziergänge im nahen Keppgrund oder durch Ausflüge in die Sächsische Schweiz inspiriert worden sein. In dem Winzerhaus traf sich der Komponist wiederum mit dem Librettisten Friedrich Kind und ersann ein positives Ende für den ursprünglich tragisch endenden Sagenstoff. Die Landesbühnen Sachsen GmbH verbindet mit Webers „Freischütz“ eine lange Tradition. Nach dem Umzug von Dresden-Gittersee nach Radebeul feierte die damalige Landesoper Dresden mit dieser Oper am 20. September 1950 ihre erste Premiere im neuen Haus. Nachdem Anfang der 50er-Jahre aus der Landesoper die Landesbühnen Sachsen geworden waren, ringen seit Sommer 1956 die Protagonisten Max und Kaspar alljährlich auf der Felsenbühne Rathen um die Hand Agathes. Hier dienen die aufstrebenden Felsnadeln des Wehlgrundes als authentische Kulisse der Wolfsschlucht-Szene. Für die Stadt Dresden hat das Bühnenwerk auch eine besondere Bedeutung: Diese Oper war die letzte, die in der Semperoper vor ihrer Zerstörung erklang, und 1985 wurde die neue Semperoper auch wieder mit diesem Werk eröffnet. Übrigens: Die Uraufführung des „Freischütz“ am 18. Juni 1821 im Berliner Schauspielhaus verdankt das Werk dem Enkel des sächsischen Premierministers Heinrich Graf von Brühl, Carl von Brühl, der in Seifersdorf bei Radeberg die Konzeption zur Oper mit Weber besprach und die Oper in Auftrag gab. https://museen-dresden.de/ GENIESSEN IMMER WAS LOS. KOMMT VORBEI! FEINSTE ARCHITEKTUR KRAFTWERK-MITTE-DRESDEN.DE

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