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Mit Wissen zum Erfolg

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# njumii – das

# njumii – das Bildungszentrum des Handwerks Schweißen will gelernt sein Die Schweißtechnische Lehranstalt wappnet künftige Handwerker bestens für ihren Beruf - und bringt auch Erfahrene auf den neuesten Stand. Diese Werkstatt ist ein Traum für Schweißer: Kabine an Kabine reiht sich hier aneinander, 40 sind es insgesamt. Sie sind mit den modernsten Maschinen ausgestattet und stehen im Neubau des Bildungszentrums zur Verfügung. „Damit können wir hier alle gängigen Schweißverfahren abbilden“, erläutert „Wir können hier alle gängigen Schweißverfahren abbilden.“ Martin Streiber Martin Streiber, Fachbereichsleiter für die Schweiß- und Kunststofftechnik in njumii – das Bildungszentrum des Handwerks. Denn Schweißen ist nicht gleich Schweißen: In der Schweißtechnischen Lehranstalt – so der offizielle Name – werden neben den herkömmlichen Schweißverfahren zum Beispiel auch Lehrgänge zu Roboterschweißen und Orbitalschweißen sowie virtuelle Schweißtrainings angeboten. Viel Licht, In den modernen Unterrichtsräumen der Schweißtechnischen Lehranstalt absolvierte Janine Näwie ihren Lehrgang zur Schweißfachfrau. ausreichend Werkbänke, Schweißgeräte sowie eine digitale Röntgenanlage gehören ebenfalls zur Ausstattung. „So können wir die Arbeiten der Teilnehmer umgehend auswerten und damit schnell die Ergebnisse liefern“, erläutert Martin Streiber. Schließlich muss gründlich kontrolliert werden, ob die geschweißten Teile allen Anforderungen Stand halten. Weiterbildung zur Schweißfachfrau Auch regelmäßige Schweißerwiederholungsprüfungen und Weiterbildungen zum Internationalen Schweißfachmann bzw. zur Schweißfachfrau werden hier abgelegt, wie zum Beispiel von Janine Näwie aus Radebeul. Mit 35 Jahren wagte die gelernte Speditionskauffrau noch einmal den Neuanfang und erfüllte sich mit der Weiterbildung zur Schweißfachfrau einen lang gehegten Wunsch: „Mein Mann ist gelernter Kunstschmied und hat mir das Arbeiten mit Metall näher gebracht und das Interesse in mir geweckt, auch etwas mit diesem wunderbaren Material gestalten zu wollen.“ Und so entschied sie sich mit Unterstützung der gesamten Familie dazu, ihren alten Beruf an den Nagel zu hängen und sich künftig noch mehr in der Werkstatt ihres Mannes – „Schöne Schmiedearbeiten und Metallbau“ – einzubringen. Dafür lernte sie in einem achtwöchigen Lehrgang Theorie und Praxis des Schweißens. Auch wenn sie dabei in eine Männerdomäne umsattelt – in njumii wird sie ebenso ernstgenommen wie ihre Mitstreiter im Kurs. Gerade jetzt, in diesen unsteten Zeiten, hat sie den Mut zur Veränderung bewiesen. „Im schlimmsten Fall kann ich ja immer noch in meinem alten Beruf zurückkehren“, sagt Janine Näwie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . www.njumii.de/sl njumii ist Kompetenzzentrum für Energie-Effizienz Stromtankstelle und Smart Home: Wie man solche neuen Technologien künftig beim Bauen berücksichtigt, wird im Energie-Effizienz-Zentrum geschult. Das Energie-Effizienz-Zentrum für Gebäude (EEZ) ist das Herzstück des Neubaus von njumii – das Bildungszentrum des Handwerks in Dresden. Im EEZ werden Kompetenzen zum energiebewussten und umweltverträglichen Bauen in handwerklichen Tätigkeits- und Geschäftsfeldern vermittelt. Zentrale Themen sind energieeinsparende Gebäudehüllen, energieeffiziente haustechnische Anlagen und Erneuerbare Energien zur Wärme- und Stromversorgung. Hierzu bietet das EEZ mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Handwerk Überblicksveranstaltungen und praxisnahe Alle Werte im Blick – so kann der Energieverbrauch im Haus stets kontrolliert werden. Weiterbildungen sowie – im Zusammenwirken mit weiteren Arbeitsbereichen der Handwerkskammer Dresden – Innovationshilfen und Umweltberatungen an. Die neu eingerichtete Fachwerkstatt gilt mit 126 Schulungsständen und Ausstattungsobjekten als hochmodernes Demonstrationszentrum für Energieeffizienz. Zu den Anlagen gehören unter anderem eine Brennstoffzelle, ein Blockheizkraftwerk und eine Wärmepumpe – alles auf dem neuesten Stand der Technik und „smart“ per Tablet steuer- und kontrollierbar. Auch ein Latentwärmespeicher ist im EEZ schon in Aktion: ein innovativer Wärmespeicher, der weniger Speichervolumen benötigt als herkömmliche Pufferspeicher. Ebenso werden hier Kurse zu Themen wie der eigenen „Stromtankstelle“ fürs Elektroauto oder modernen Lichtkonzepten entwickelt. Seit 2012 wurden – anfangs im Rahmen eines geförderten Projektes – rund 80 Weiterbildungskurse konzipiert. Das Angebot richtet sich an Handwerker, Sachverständige und Energieberater ebenso wie Architekten und Ingenieure. Sie alle können hier praktisch und theoretisch lernen, wie die modernen Anlagen bedient und beim Bauen und Sanieren von Gebäuden eingebunden werden. Seit dem Ablauf des Förderzeitraumes wird die Arbeit des EEZ als Bereich des Bildungszentrums kontinuierlich fortgesetzt. Im August 2020 wurde das EEZ als Kompetenzzentrum nach den Förderrichtlinien der Bundesregierung anerkannt und ist fortan Teil des bundesweiten KOMZET-Netzwerks. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . www.njumii.de/eez

www.njumii.de njumii – das Bildungszentrum des Handwerks # Handwerk 4.0 Virtuell schweißen und lackieren? Auch das geht. Mit 3D-Brille und Controller lassen sich nämlich nicht nur in Computerspielen virtuelle Welten entdecken. Neben traditionellen Techniken kann die Digitalisierung die Ausbildung und den Berufsalltag im Handwerk bereichern und erleichtern. Wie zeigt njumii - das Bildungszentrum des Handwerks. Hier wird neueste, digitale Technik genutzt, um z. B. manche Arbeitsschritte „materialfrei“ zu üben und moderne Anwendungsmöglichkeiten für das Handwerk aufzuzeigen. Einige Beispiele im Überblick: Virtuell lackieren Räume vermessen in Minuten Den perfekten Farbauftrag können Lackierer aus den verschiedensten Bereichen an insgesamt vier Simulatoren am njumii-Standort Pirna üben. In virtuellen Umgebungen (Werkstatt, Lackierkabine, Baustelle oder Showroom) können 52 Bauteile von Karrosserieteilen über Stahlelemente, Kugeln bis zu Paneelen digital lackiert werden. Das Ganze ist so genau wie möglich dem realen Arbeitsprozess nachempfunden und trainiert das gleichmäßige Führen der Lackierpistole, spart aber Material. Im Beispiel oben soll beispielsweise ein Stahlträger lackiert werden. Die verschiedenen Farbbänder zeigen die einzelnen Lackierbahnen. Die Anlage erkennt, ob die Lackschicht zu dick, zu dünn oder unregelmäßig aufgetragen wurde und markiert die Stellen entsprechend auf der Anzeige. Das Ergebnis wird nach weiteren Kriterien, z. B. Winkel, Abstände und Geschwindigkeit des Auftrags, in einem Punktesystem ausgewertet. Zahntechnik In vielen Zahnarztpraxen und Dentallaboren ist Digitalisierung schon Alltag. Ein Gebissabdruck ist zum Beispiel nicht mehr unbedingt notwendig. Manche Ärzte scannen den Bereich digital ab. Am Computer können die Zahntechniker dann aus den digitalen Daten ein Modell für den gewünschten Zahnersatz planen. Ein weiteres Beispiel für die Digitalisierung im Handwerk ist das Gebäude-Objektscanning mit Laserscanner. Gebäude oder Objekte werden digital aufgemessen. Ohne analoge Messmittel wie Zollstock können die Maße sofort für die Konstruktion von Bauteilen weitergenutzt werden, zum Beispiel beim Aufmaß einer Wandnische. Die durchschnittliche Aufmesszeit für ein Zimmer beträgt mit dem Laserscanner nur ca. vier Minuten. Perspektivisch werden die 3D-Modelle mit anderen Gewerken vereint und mit vielen verschiedenen Informationen bestückt (Elektro-/Wasserleitungen, Schalter, Dübel usw.), welche die Handwerker für ihre Arbeit benötigen. Auch für kompliziert aufzumessende Objekte im Innenausbau ist diese Vorgehensweise perfekt geeignet wie etwa bei Fenster- und Türbögen, Wohnmobilen, Caravans, Campern, Transportern oder im Schiffsinnenausbau. Robotik Im Kompetenzzentrum Robotik werden moderne technische Lösungen für den Mittelstand in einem Testfeld präsentiert, u. a. ein Schweißroboter, ein Exoskelett, ein autonom fahrender Transporter sowie zwei Roboter, die mit verschiedenen Aufsätzen bestückt beispielsweise greifen oder schleifen können. Virtuell schweißen Neben der Ausbildung in den traditionellen Schweißkabinen mit unterschiedlichsten Geräten kann in njumii das Schweißen auch virtuell geübt werden. So können auch hier typische Abläufe sicher trainiert werden, ohne zusätzliches Material einzusetzen. Gleichzeitig werden Gasund Geruchsbelastungen vermieden. Ausbilder-App Mit der App „Ausbilderwissen“ unterstützt, berät und informiert njumii Ausbilder in Betrieben, u. a. zu Regelungen, Digitalisierung und Umgang mit Auszubildenden. www.njumii.de/ausbilderapp

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