Aufrufe
vor 2 Monaten

Medizin Heute 08_2022

  • Text
  • Demenz
  • Patienten
  • Dresden
  • Klinik
  • Menschen
  • Therapie
  • Betroffenen
  • Sachsen
  • Behandlung
  • Thema
  • Medizin

Seite 6 Schwerpunkt

Seite 6 Schwerpunkt Demenz HEMMSCHWELLEN IM UMGANG MIT DEMENZ ABBAUEN Die IKK classic und die Initiative „Demenz Partner“ klären auf und unterstützen vielfältig. Aktuell sind in Deutschland rund 1,7 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Bis zum Jahr 2050 wird sich ihre Zahl voraussichtlich auf drei Millionen erhöhen. Damit einhergehen große Belastungen für die Betroffenen und deren Angehörige. Die IKK classic und ihre Pflegeberater sind Teil der Initiative „Demenz Partner“ und stehen nicht nur Betroffenen zur Seite. Unter dem Begriff „Demenz“ werden über 50 Krankheiten zusammengefasst. Mit etwa 60 Prozent ist die Alzheimerkrankheit die häufigste Form, gefolgt von der gefäßbedingten vaskulären Demenz. Bei Demenz handelt es sich um eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, bei der die kognitiven, sozialen, motorischen und emotionalen Fähigkeiten langsam nachlassen. Gedächtnisstörungen und Verhaltensauffälligkeiten sind die zwei kennzeichnenden Symptome der Krankheit. Die Initiative „Demenz Partner“ informiert über die verschiedenen demenziellen Erkrankungen, die Ursachen, Verläufe, Behandlungsmöglichkeiten sowie Kommunikation und Umgang mit Demenzerkrankten. Die Initiative richtet sich dabei nicht nur an Betroffene und deren Angehörige, sondern auch an breite Bevölkerungsschichten. Der Grund: zwei Drittel der demenzkranken Menschen werden zu Hause gepflegt. Damit ist auch das soziale Umfeld gefordert. Ziel der Initiative ist es deshalb, im Umgang mit der Krankheit Kenntnisse zu vermitteln und so Hemmschwellen abzubauen. Man kann davon ausgehen, dass die De- Foto: Adobestock menz-Erkrankung eines einzelnen Menschen durchschnittlich 100 weitere Personen betrifft. Neben den ngehörigen auch Freunde, Bekannte, Nachbarn, die Kassiererin im Supermarkt, den Hausmeister, Busfahrer und viele mehr … Eine sensible Nachbarschaft und Umgebung tragen deshalb entscheidend dazu bei, dass Menschen mit Demenz sicher leben können und selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft bleiben. „Die Erkrankung darf nicht schambehaftet sein – weder für den Betroffenen, noch für sein Umfeld“, betont Bernd Amann, Regionalgeschäftsführer der IKK classic in Dresden. „Leider ziehen sich Menschen oft aus dem Umfeld betroffener Familien zurück, einfach weil sie unsicher sind.“ Wissen um Erkrankung und Symptome könne helfen, im Umgang mit Erkrankten sicherer und selbstverständlicher zu agieren. „Der Erhalt eines stabilen sozialen Umfelds ist nicht nur eine große Unterstützung für Betroffene, sondern auch für betreuende Angehörige.“ Als Demenz Partner hat die IKK classic ihre Pflegeberater speziell schulen lassen. So können sie in persönlichen Beratungsgesprächen kompetent unterstützen, Tipps für die Alltagsgestaltung und Informationen über Hilfsangebote geben. Zusätzlich geben sie ihr Wissen aber auch an Versicherte und andere Interessierte in besonderen Informationsveranstaltungen und Kompaktkursen weiter, um aufzuklären und zum Thema Demenz zu sensibilisieren. Auf der Internetseite der Initiative „Demenz Partner“ gibt es Informationen und es kann auch ein kostenfreies onlinebasiertes Demenzpartner-Training absolviert werden, das helfen kann, Menschen mit Demenz besser in ihrem Alltag zu unterstützen. ............................................................. q www.demenz-partner.de KURSANGEBOT ANZEIGE Aktuelles Kursangebot der IKK classic „Demenz und Pflegeleistungen“ am 22. September 2022 von 17 bis 19 Uhr: Wissenswertes über unterschiedliche Demenzerkrankungen, Tipps für die Alltagsgestaltung, Informationen über Hilfsangebote und die Leistungen der Pflegeversicherung. Ort: Service-Center der IKK classic Tannenstraße 4b in 01099 Dresden. Anmeldungen bis zum 21. September über QR-Code oder unter seminaranmeldung. ikk-classic.de Hunderasse Herausgabe von Büchern bepflanzungsfähig Heilkunde rundherum Lokomotive altes Maß des Luftdrucks Schafe von Fell befreien Vorname der Schygulla Qualm lebenswichtiger Wirkstoff schmelzen von Schnee Fremdwortteil: doppelt Abk.: item Abk.: Hektar Augenkrankheit einfetten Nebenfluss der Donau Ersatz, Vorrat hart, unnachgiebig geschnittenes Holz kostbar 9 ein Trillionstel Teil Abk.: Samstag so weit, so lange enthaltsamer Mensch 6 Jagdergebnis nicht ausgeschaltet Fluss durch Lübeck Zentralstern der Erde 4 7 1 3 rumoren 8 Küstengebiet am Mittelmeer Segeltau entrüstet BESSER HÖREN - AKTIVER LEBEN Im Herzen von Dresden arbeiten wir gemeinsam, damit Sie das Leben uneingeschränkt hören können. Profitieren Sie von unseren Erfahrungen und lassen Sie sich von Meisterhand Ihre individuelle Hör-Lösung anfertigen. Vereinbaren Sie Ihren kostenlosen Beratungstermin unter 0351 495 50 15 Wir freuen uns auf Ihren Anruf. Wiener Platz 6 - 01069 Dresden - (Nähe Hbf) griech. Vorsilbe: bei, daneben www.dippe-dresden.de deutsche Vorsilbe ital. Klosterbruder (Kw.) französisches Stangenweißbrot nach Art von (franz., 2 Worte) Krach machen, interpretieren ohrfeigen, schlagen Zeitraum von 10 Tagen dt. TV- Moderatorin (Carmen) chem. Zeichen für Silber chem. Zeichen für Europium olivgrüner Papagei 5 Vorname der Derek enge Wegbiegung orientalisches Fleischgericht Kontoseite (Soll) 2 großes Kürbisgewächs W-10 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Unter allen richtigen Einsendungen zum Kreuzworträtsel verlosen wir fünf Produkte von DDV-Lokal. Senden Sie das richtige Lösungswort bis zum 12.September 2022 per Postkarte an: DDV Sachsen GmbH Stichwort: MEDIZIN HEUTE Ostra-Allee 20, 01067 Dresden oder per Mail an: medizin.heute @ddv-mediengruppe.de Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Schwerpunkt Demenz Seite 7 EINE WOCHE LANG DEMENZ ANZEIGE Wie fühlt sich eine Demenz im Alltag an? Bei der Woche der Demenz ist das eine Frage von vielen. Was Demenz mit Betroffenen macht, wissen viele aus eigenem Erleben. Dem Erleben, wie sich Menschen aus dem engsten Familienkreis oder im Umfeld verändern. Aber wie fühlen sich Menschen, die selbst an einer Demenz erkranken? Die Diagnose löst oft Frustration und Hoffnungslosigkeit bei den Betroffenen aus. Mit einem Demenzsimulator, der wie ein Parcours aufgebaut ist, lassen sich diese Emotionen spielerisch nachempfinden. Umso wichtiger ist daher das Verständnis für Menschen mit der Diagnose Demenz und die Angehörigen, die Betroffene zu Hause versorgen. Diesem Thema widmet sich die Woche der Demenz vom 17. bis zum 24. September. „Rund 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden nicht in speziellen Einrichtungen, sondern von Angehörigen in heimischer IN SACHSEN LEBEN NACH HOCHRECHNUNGEN ÜBER 103.000 MENSCHEN MIT EINER DEMENZ. Umgebung gepflegt, das wollen wir stärker in den Blickpunkt rücken“, beschreibt Stephan Förster, Fachreferent bei der Landesinitiative Demenz Sachsen (LID), die die Angebote dieser Woche koordiniert. „Aber es geht uns auch darum, dass sich die pflegenden Angehörigen vernetzen, dass sie Ansprechpartner kennenlernen, wenn sie zum Beispiel auch selbst mal eine Auszeit von der Pflege brauchen“, fügt er an. Aus diesem Grund wird auch über die positiven Effekte von Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige gesprochen. Mit der „Woche der Demenz“ werden neben der großen Auftaktveranstaltung am 17. September ab 13 Uhr im Albertinum Dresden und im Kino Metropol in Chemnitz an vielen Orten Sachsens zahlreiche Chancen geboten, sich auf ganz verschiedene und vor allem sehr individuelle und persönliche Art und Weise dem Thema Demenz, den pflegenden Angehörige, aber natürlich auch nicht zuletzt den Betroffenen zu nähern. Ziel ist es, die Erkrankung aus der Tabuzone zu holen und die Öffentlichkeit über die zahlreichen Hilfs- und Unterstützungsangebote aufzuklären. Angebote in A wie Annaberg bis Z wie Zittau Viele Begegnungs- und Beratungsstätten öffnen anlässlich der Woche der Demenz ihre Türen und bieten die Möglichkeit, auch einmal „hinter die Kulissen“ zu schauen, in demenzspezifische Angebote hineinzuschnuppern und ins Gespräch zu kommen. Neben gemeinsamen Ausflügen, Filmvorführungen, Gedächtnistrainings, Kochprojekten, Konzerten, Lesungen, Museumsführungen, Sitztänzen, Spaziergängen für Menschen mit Demenz und deren Angehörige, gibt es unter anderem auch Vorträge über Aromapflege, DemenzPoesie, Ernährung, Humor in der Selbsthilfe, Psychotherapie, Umgang mit Demenz, vermeidbare Risikofaktoren, Vorsorge, Validation, Wohnraumanpassung und vieles mehr, machen die Veranstalter deutlich. Veranstaltungen auch online möglich Natürlich gehören auch in diesem Jahr wieder vielfältige interessante Online-Angebote zum Programm der „Woche der Demenz“, um auch den ländlichen Raum zu erreichen. So können Interessierte zum Beispiel am 22. September offiziell zum „Demenz- Partner“ werden. Im Rahmen des kostenlosen Online-Kurses der LID in der Zeit von 13 bis 14.30 Uhr. Weltweit findet am 21. September der Welt-Alzheimertag statt, um auf Demenzerkrankungen und vor allem die damit verbundenen Probleme aufmerksam zu machen. Anders als bei vielen anderen Erkrankungen, leiden die Angehörigen bei einer Demenz ebenfalls. Deshalb spricht die „Woche der Demenz“ mit rund 150 Einzel-Veranstaltungen in ganz Sachsen wie erwähnt vor allem das Umfeld Betroffener an. Im Organisationsboot sitzen neben der Landesinitiative Demenz Sachsen, auch die Pflegekoordinationen der Landkreise und kreisfreien Städte sowie Akteure der regionalen Pflege- und Demenznetzwerke. Und zudem ist die „Woche der Demenz“ auch eine der vielen Maßnahmen, die in der Nationalen Demenzstrategie beschlossen wurden. Da die Krankheit auch das gesamte Gesundheits- und Pflegesystem vor enorme Herausforderungen stellt, ist Demenz längst auch ein wichtiges Thema für Sachsens Sozialministerium, das die LID unterstützt. ............................................... q Alle Informationen zur Woche der Demenz: www.landesinitiative-demenz.de/woche-derdemenz Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. WIE DER DARMKREBS SEINEN SCHRECKEN VERLIEREN KANN Am 31. August werden Experten im Emmaus-Krankenhaus in Niesky neueste Erkenntnisse zur Therapie und Vorsorge erläutern. Jedes Jahr erhalten knapp 30.000 Sachsen eine niederschmetternde Krebs-Diagnose. Jede neunte dieser Diagnosen betrifft dabei Tumore am Dickdarm; damit ist Darmkrebs eine der häufigsten Krebsarten im Freistaat. Ihren Schrecken hat diese Diagnose noch längst nicht verloren, doch es gibt mittlerweile sehr gute Behandlungsmöglichkeiten und vor allem Vorsorge – worauf Rainer Stengel, Chefarzt der Klinik für innere Medizin am Krankenhaus Emmaus Niesky, im Gesundheitsforum Medizin Heute am 31. August eingehen wird. Gemeinsam mit Nils Walther, dem Chefarzt der Klinik für Chirurgie, wird er über aktuelle Entwicklungen rund um die Themen Darmkrebsvorsorge und Rainer Stengel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. Nils Walther, Chefarzt der Klinik für Chirurgie Fotos: PR ANZEIGE Therapieoptionen berichten, aber auch über die Entstehung und welche Rolle beispielsweise ungesunde Ernährung spielen kann. Die noch immer weit verbreitete Furcht vor der Dickdarmspiegelung sei dabei absolut unbegründet, macht der Chefarzt deutlich. Es ist auch im Ergebnis mehrerer Studien die sicherste und genauste Methode, um bösartige Veränderungen im Darm feststellen zu können. Und das oft auch noch rechtzeitig. Denn früh genug erkannt, kann Darmkrebs in den allermeisten Fällen geheilt werden. Noch dazu ist eine Darmspiegelung wesentlich weniger belastend für den Körper als beispielsweise ein MRT. Denn bei der Darmspiegelung kommen keine Röntgenstrahlen zum Einsatz. Im Krankenhaus Emmaus werden Dickdarmspiegelungen von Chefund Oberärzten durchgeführt, die diese Untersuchung mehrfach in der Woche vornehmen, was die große Erfahrung in Niesky zeigt. Ein besonders wichtiger Vorteil der Darmspiegelung: Durch die hochmoderne Technik, die zum Einsatz kommt, können schon während der Spiegelung kleine Tumore entfernt werden. Diese und andere neue Methoden werden ebenfalls in den Vorträgen besprochen. .................................................................. Gesundheitsforum Medizin Heute Live „Darmkrebs – rechtzeitig vorsorgen, sicher erkennen und erfolgreich behandeln“ „ Ort: Cafeteria des Krankenhauses Emmaus, Ecke Plittstraße/Poststraße, 02906 Niesky „ Zeit: Mittwoch, 31. August 2022, 18 Uhr „ Das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes ist für die Teilnahme an der Veranstaltung notwendig.

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

Unsere Partner