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Medizin Heute 08_2022

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Kompetenz für Ihre

Kompetenz für Ihre Gesundheit — Neues aus den Helios Kliniken Freital/Dippoldiswalde und Pirna www.helios-gesundheit.de/weisseritztal und www.helios-gesundheit.de/pirna August 2022 Leichter leben Adipositas – das ist der Fachbegriff für extremes und krankhaftes Überg ewicht. Liegt der Body -Mass-Index (BMI) , also das Verhältnis von Körpergr ewicht zur -größe, über einem Wert von 30, spricht man von Fettleibigkeit. Betroffen sind in unserer Gesellschaft über 25 Prozent der Bevölkerung. Tendenz steigend. Hilfe erhalten Erkrankte im Helios Adipositaszentrum Sachsen der Helios Weißeritztal-Kliniken, welches sich um Betroffene mit einem BMI über 35 kümmert. Ernährung und Bewegung „Die Hauptgründe für das Phänomen Adipositas liegen darin, dass sich die Menschen falsch ernähren und zu wenig bewegen“, sagt Prof. Dr. med. Matthias Weck, Leiter des Adipositazentrums Sachsen. Genau dort setzt das Team deshalb an. „Wir helfen den Patienten, ihr Gewicht auf ein gesundes Maß zu verringern, konservativ und bei sehr starkem Übergewicht auch operativ“, so Dr. Weck. Tagesklinik Patienten mit krankhaftem Übergewicht werden in unserer spezialisierten Tagesklinik umfassend und interdisziplinär ärztlich untersucht. Die daraus resultierende Therapie wird an die Bedürfnisse angepasst und umfasst: – Ernährungstherapie – Bewegungstherapie und – Psychologie bzw. Verhaltensänderung Operation für ein leichteres Leben Für Menschen mit einem bestimmten BMI (> 50; unter 50 mit schweren Begleiterkrankungen) reichen Bewegung und Diäten jedoch nach den aktuellen Leitlinien sowie weltweiten Studienergebnissen nicht aus, um drastisch abzunehmen. „Dann kommt nur noch eine Operation wie ein Magenbypass oder ein Schlauchmagen infrage“, erklärt Dr. Weck. Bei den minimal-invasiven Eingriffen, für die nur kleinste Schnitte nötig sind, wird das Magenvolumen verkleinert. Dadurch können die Patienten nur noch kleine Portionen zu sich nehmen. „Das Resultat ist ein deutlicher Gewichtsverlust und die Patienten profitieren auch in Hinblick auf Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes. Auch das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko verringert sich, Hüft- und Kniegelenke werden entlastet“, erklärt der Spezialist. Kontakt Helios Weißeritztal-Kliniken Bürgerstraße 7, 01705 Freital Ambulantes Adipositaszentrum Klinik Dippoldiswalde Rabenauer Straße 9 01744 Dippoldiswalde Terminvereinbarung unter: T (0351) 646-7555 adipositas.weisseritztal@ helios-gesundheit.de www.adipositaszentrumsachsen.de Kooperation macht sicher Die Betreuung unserer Patienten erfolgt nach einem interdisziplinären Konzept mit einem fächerübergreifenden Team. Internisten, Chirurgen, Ernährungsmediziner, Ernährungsberater, Bewegungstherapeuten und Psychologen arbeiten Hand in Hand, um eine optimale Betreuung und Behandlung der Betroffenen zu garantieren. Die Räumlichkeiten der Adipositas-Tagesklinik sind auf die Bedürfnisse von übergewichtigen Patienten angepasst. Wir unterstützen Sie auf Ihrem Weg zur Genesung und stehen Ihnen immer zur Seite. Demenz – Gegen das Vergessen Demenz dürfte eine der am meisten gefürchteten Krankheiten sein. Zurzeit leben in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenz, die meisten von ihnen leiden an Alzheimer. Sie verlieren allmählich das Gedächtnis, bis schließlich die eigene Persönlichkeit schwindet. Ab diesem Zeitpunkt gehen die Angehörigen den weiteren Behandlungsweg allein. Patienten und Angehörige erhalten die benötigt e Unterstützung am Helios Klinikum Pirna, um Therapien und die sozialmedizinischen Probleme zu regeln. „Nein, mein Mann ist nicht dement“, war sich die Frau eines 86-jährigen Patienten sicher. Nach einer OP im Helios Klinikum Pirna fiel eine Verwirrtheit und Desorientierung auf. Er litt jedoch an keiner Demenz des Alzheimertyps. „Hier waren eine subtile neurologische Diagnostik und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit der Abteilung Chefärztin Dr. Carolin Höhlig (rechts) wertet mit der Stationsleiterin Lisa Buruck einen kognitiven Leistungstest aus. © Helios Klinikum Pirna für Gerontopsychiatrie notwendig“, berichtet Dr. med. Carolin Höhlig, Chefärztin der Klinik für Geriatrie und Akutgeriatrie, die ebenfalls die Geriatrische Tagesklinik leitet. Unsere Expertin Dr. med. Carolin Höhlig Chefärztin der Klinik für Geriatrie und Akutgeriatrie carolin.hoehlig@ helios-gesundheit.de Helios Klinikum Pirna Struppener Straße 13 01796 Pirna T (03501) 71 18-0 kontakt.pirna@ helios-gesundheit.de www.helios-gesundheit.de/ pirna Eine umfangreiche Diagnostik Mit verschiedenen Methoden kann die Neurologin im Zusammenspiel mit apparativen Befunden von Fachkollegen eine Demenz diagnostizieren. Dazu gehören z. B. bildgebende Verfahren, die Differentialdiagnostik, Laboruntersuchungen und kognitive Tests. „Wir können herausfinden, ob eine Demenz vorliegt, um welche Art es sich handelt und wie ausgeprägt sie ist“, erläutert Dr. Carolin Höhlig. Verbliebene Fähigkeiten trainieren Für Demenzerkrankungen gibt es noch keine Therapie, die zur Heilung führt. Das Hauptziel der Behandlung liegt darin, die Lebensqualität der Kranken zu verbessern. Eine medizinische Therapie kann mitunter den Verlauf verzögern und Beschwerden lindern. Eine Vielzahl der Behandlungen zielt darauf ab, verbliebene Fähigkeiten der Erkrankten etwa mit Logopädie, Ergo- und Physiotherapie zu trainieren. Dr. Carolin Höhlig verweist auch auf die Geriatrische Tagesklinik: „Dort bieten wir eine intensive fachübergreifende Diagnostik und Therapie an, von der Erkrankte, allerdings nur zu Beginn einer Demenz, profitieren können.“ www.helios-gesundheit.de

Schwerpunkt Demenz Seite 3 WARUM DIE DEMENZ ZUNIMMT Immer mehr Sachsen erkranken an Demenz. Und auch die Todesrate steigt deutlich an. Dafür gibt es mehrere Gründe. Text: Jens Fritzsche Foto: 123.rf Die aktuelle Zahl zeigt die dramatische Tendenz: Im vergangenen Jahr sind in Sachsen 2 686 Menschen an den Folgen einer Demenzerkrankung gestorben. Fünf Jahre zuvor waren es noch gut 500 Fälle weniger. Die Zunahme ist also deutlich. Die aktuellste komplette Statistik, die für Sachsen für das Thema Demenz vorliegt, stammt von 2015 und bildet eine Zunahme der Sterbefälle in den Jahren zwischen 2005 und 2015 von immerhin 228,3 Prozent ab. Wobei die Mediziner klarstellen, dass neben dem tatsächlichen Anstieg auch die bessere Diagnostik Grund für diese statistische Zunahme ist. Demenz kann mittlerweile einfach besser festgestellt DIE SYMPTOME DER DEMENZ MÜSSEN BEKANNTER WERDEN, DIE SENSIBILISIERUNG MUSS DRINGEND ZUNEHMEN Impressum MEDIZIN HEUTE Verlagsbeilage der Sächsischen Zeitung und der Dresdner Neuesten Nachrichten Anzeigen: Verlagsgeschäftsführer Carsten Dietmann (verantwortlich) DDV Sachsen GmbH Ostra-Allee 20 01067 Dresden Die Betreuung von Menschen, die an Demenz leiden, erfordert viel Kraft. Und Liebe. werden. Aber natürlich spiegelt sich auch die zunehmende Überalterung der Gesellschaft in solchen Zahlen wider. Wir werden immer älter, damit nehmen statistisch auch Krankheiten zu, die vordergründig Ältere betreffen. Demenz gehört in diese Liste. Verdopplung aller fünf Jahre Laut aktuellen Studienergebnissen liegt der Prozentsatz an Demenzerkrankungen in der Altersstufe ab 65 Jahren bei zwischen fünf und zehn Prozent. In Fünfjahresschritten verdoppelt sich dieser Prozentsatz dann. Redaktion: Jens Fritzsche DDV Sachsen GmbH Ostra-Allee 20, 01067 Dresden Projektverantwortliche: Romy Dudys, DDV Sachsen GmbH 0351 48644082 Druck: DDV Druck GmbH Meinholdstr. 2, 01129 Dresden Layout: Rita Schönberger-Gay Redaktionsagentur DDV Sachsen GmbH Fotos: stock.adobe.com © ag visuell Umso wichtiger wird es, eine erfolgreiche Therapie zu finden. Im Moment ist es noch nicht möglich, Demenz zu heilen – allerdings kann der Verlauf aufgehalten werden. Dazu wiederum ist es notwendig, die Erkrankung möglichst frühzeitig zu erkennen. Das setzt voraus, dass die Sensibilisierung für das Thema steigt, dass Symptome bekannter werden – und auch, dass Behandlungsmöglichkeiten in der Öffentlichkeit präsenter sind. Aus diesem Grund befasst sich diese Ausgabe der MEDIZIN HEUTE im Schwerpunkt mit dem Thema Demenz. q Seiten 3 bis 7 In Zusammenarbeit mit: Universitätsklinikum Dresden, Carus Consilium Sachsen GmbH, Herzzentrum Dresden an der Technischen Universität Dresden Bei den redaktionellen Texten auf den Seiten 3 bis 7 (außer Anzeigen). BITTE KEIN WEITERES TABU-THEMA! Auch diese Einsicht ist schmerzhaft: Wir werden als Gesellschaft lernen müssen, auch mit dieser Krankheit zu leben. Die Rede ist von Demenz. Eine immer älter werdende Bevölkerung, zunehmender Stress, falsch verstandene Scham, sich und seinem Umfeld die Diagnose einzugestehen – das sind einige der vielen Gründe für einen stetigen Anstieg der Zahlen. Wir können zwar mit Sport, gesunder Ernährung, ausreichend Schlaf und Fitnessprogrammen fürs Hirn ein wenig gegensteuern, aber es kann dennoch jede und jeden treffen. Und Heilung ist noch immer nicht möglich, trotz intensiver Forschungen. Umso wichtiger ist es, dass wir als Gesellschaft über diese Erkrankungen des Gehirns mehr lernen. Vor allem lernen, sie als wichtiges Thema anzunehmen und nicht zum Tabu zu machen. Jens Fritzsche q Schwerpunktthema Demenz zzgl. Flugverkehrssteuern 23,- Euro/p.P.

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