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Azubi Beilage | September 2022

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8 Mach’s

8 Mach’s professionell! LEHRE.STUDIUM.BERUF. Von Mutmachern und Wegbegleitern Sie sind Geschichtenerzähler und Seelentröster: Erzieher fördern und betreuen Kinder von Beginn an. Es geht um DEINE Zukunft! Sichere Dir Deinen Ausbildungsplatz! • Anlagenmechaniker/-in (m/w/d) für Sanitär, Heizung, Klima • Mechatroniker/-in (m/w/d) für Klima- und Kältetechnik • Bachelor/-in Eng. (m/w/d) für Versorgungs- und Gebäudetechnik „Blickigkeit“ nennt Florian Kasperski das, was ein Erzieher unbedingt haben sollte. Damit meint er, den Überblick über alle Kinder behalten zu können. „Ein Gespür dafür zu haben, was beispielsweise die einen Kinder in deinem Rücken machen, während die anderen etwas ausschneiden“, erläutert der 24-Jährige. Vor einem Jahr hat Florian seine Ausbildung zum Erzieher abgeschlossen und arbeitet seitdem in der Kneipp-Kita Dresden. „Diese kleinen Menschen zu beobachten, wie sie ihren Weg von der Krippe bis zur Vorschule meistern, das ist einfach spannend.“ Neben der „Blickigkeit“ ist es für ihn wichtig, echt und unverfälscht zu sein. „Das, was man fühlt, und das, was man sagt, muss übereinstimmen. Sonst verstehen die Kinder das nicht.“ In der Pädagogik wird das „Kongruenz“ genannt und gilt als entscheidend, damit überhaupt eine Bindung zwischen Kindern und Erziehern entstehen kann. Bahnhofstr. 10 · 01640 Coswig www.ruehle-coswig.de personal@ruehle-coswig.de CHEMIE HAT ZUKUNFT Wir sind die Schill+Seilacher Saxol GmbH in Pirna und sind Teil der weltweit agierenden Schill+Seilacher Gruppe. Bist Du technisch interessiert und ist Chemie kein Fremdwort für Dich – dann bist Du bei uns richtig! Starte mit uns Deine Karriere! Wir suchen für das Ausbildungsjahr 2023 zukünftige/n CHEMIKANT/IN AUSBILDUNGSDAUER: 3,5 Jahre, Verkürzung auf 3 Jahre möglich Auch für 2022 gibt es noch freie Ausbildungsplätze! BEWIRB DICH UNTER: WIR BIETEN: • Ausbildung auf höchstem Niveau • Hervorragende Betreuung • Gute Chancen auf Übernahme Schill+Seilacher Saxol GmbH Alt-Neundorf 13 | 01796 Pirna | Tel: + 49 3501 7883-0 E-Mail: bewerbungen@saxol.de Florian Kasperski ist Erzieher in der Kneipp-Kita Dresden. Von der Technik zur Pädagogik Eigentlich hatte Florian 2016 schon einen Platz für ein Maschinenbau-Studium in der Tasche. „Mit der Entscheidung war ich aber nicht zufrieden. Das war zwar alles interessant, aber nicht das, was ich mir für die nächsten 20 Jahre vorstellen konnte.“ Seine Eltern machten ihn auf einen Bundesfreiwilligendienst aufmerksam, der 2016 in der Kneipp-Kita angeboten wurde. „Das war einfach super. Die Arbeit hat mir so viel Freude gegeben und war so erfüllend“, erinnert sich Florian. Zunächst wartete er ab, ob das nur die Anfangseuphorie war. „Doch das verging nicht.“ Also begann er direkt im Anschluss seine Ausbildung zum Sozialassistenten am Beruflichen Schulzentrum für Gesundheit und Sozialwesen in Dresden. Denn um überhaupt Erzieher werden zu können, benötigt man entweder eine abgeschlossene Ausbildung oder entsprechende berufliche Erfahrung. Auch mit Hochschulreife oder Fachhochschulreife plus praktischer Tätigkeit wird der Zugang zum Ausbildungsberuf gewährt. Florian hatte zwar das Fachabitur in der Tasche, allerdings in der Fachrichtung Technik. Doch damit konnte er wenigstens die eigentlich zweijährige Ausbildung zum Sozialassistenten „Erzieher ist ein Sprechberuf.“ um ein Jahr verkürzen. Seine Erzieher-Ausbildung machte er dann an den WBS-Schulen Dresden. Der Start in der Kneipp-Kita war dann noch mal wie ein Sprung ins kalte Wasser – und das lag nicht an den Kneippschen Wasseranwendungen. Einstieg ins Berufsleben Foto: privat „Die ersten drei bis vier Wochen war ich abends richtig platt“, erinnert sich Florian. Am schwierigsten fand er es, seinen eigenen Stil zu finden. „Ich bin sehr von den Kolleginnen und Kollegen inspiriert worden. Jeder hat hier andere Kenntnisse und Fähigkeiten, die man sich abschauen kann.“ Doch einen ganzen Tag komplett allein zu organisieren, das ist schon eine Herausforderung. „Am Anfang stehen einem natürlich Mentoren zur Seite, dann muss man alles selbst entscheiden und eigene Methoden finden, den Alltag zu gestalten“, beschreibt Florian. War er beim ersten Morgenkreis noch sehr aufgeregt, laufen heute viele Dinge im Tagesablauf automatisiert ab. 20 Kinder betreut Florian gemeinsam mit seiner Kollegin Mandy. Die Mädchen und Jungen haben ihn am Anfang natürlich erst Du willst den technischen Fortschritt in einer stetig wachsenden Branche der Informationstechnologie live mitgestalten? Wir suchen für das Ausbildungsjahr 2023 zukünftige IT-Experten. • BA Studium Informationstechnik • Fachinformatiker/in für Systemintegration (m/w/d) • IT-System-Elektroniker/in (m/w/d) • Kauffrau/-mann für IT-System-Management (m/w/d) Deine Karrierechancen unter www.dresden-complan-und-service.de/jobs/ Deine Fragen an jobs-dresden@complan-und-service.de oder ✆ 0351 885560 Gut zu wissen: Die Themen Sprachförderung und Inklusion spielen aktuell eine große Rolle, auch auf politischer Ebene. Im Kindergarten gibt es Früh- und Spätdienste, die regelmäßig wechseln. Kinder, Eltern und das Kollegium können von gemischten Erzieher-Teams profitieren. Weitere Infos, speziell für Jungs, gibt es hier: q www.zukunftsberuf-erzieher.de

Mach’s professionell! LEHRE.STUDIUM.BERUF. 9 mal getestet. Zwar hatte er sich das theoretische Wissen und die Grundlagen für seinen Beruf in der Schule angeeignet, doch nun galt es, sich ganz real gegenüber den Kindern durchzusetzen. „Ich musste lernen, klare Grenzen zu setzen und meinen eigenen Weg finden, das umzusetzen.“ Dazu gehört für ihn auch der gezielte Einsatz der Stimme. „Erzieher ist ein Sprechberuf. Eine Stimme zu haben, ist ganz wichtig. Sie so einsetzen zu können, dass beispielsweise alle hören, wenn man Stop sagt.“ Denn oft herrscht auch ein gewisser Lärmpegel in der Gruppe, der übertönt werden will. Doch daran hat er sich nach eigener Aussage gewöhnt. Und noch mit etwas ganz anderem kommt er mittlerweile gut zurecht: „Man trägt die ganze Verantwortung für 20 Kinder, das ist zum einen natürlich ein ungeheures Privileg, zum anderen aber auch ein unterbewusster Stressfaktor. Ich denke, das unterschätzen manche.“ Neben der Art, wie man als Erzieher zu den Kindern spricht, geht es in dem Beruf auch darum, was man sagt. „Hier ist Empathie ein ganz wichtiger Faktor. Ich muss mich in die Situation und die Gefühlslage der Kinder hineinversetzen können, alles abwägen und danach reagieren“, erläutert der 24-Jährige. Dazu kommt die Wertschätzung der Kinder, sie so anzunehmen, wie sie sind. All das ist wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung. Dabei spielt natürlich auch das Verhalten der Erzieher eine Rolle. „Ich finde es schön, dass wir durch eine gewisse Vorbildfunktion den Kindern auch etwas mit auf den Weg geben können“, sagt Florian. Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit liegen ihm beispielsweise am Herzen. Ein weiterer Aspekt seiner Arbeit ist die Kommunikation mit den Eltern. Auch hier sind oftmals Feingefühl und Fingerspitzengefühl gefragt. „Die Arbeit mit den Eltern kann viel Spaß machen, ist aber auch manchmal zum Haareraufen“, sagt Florian und lacht. Dabei musste er lernen, nicht alles persönlich zu nehmen. „Manchmal fungieren wir als Blitzableiter, sind in dem Moment nur das letzte Glied in der Kette, das den Frust über ganz andere Dinge abbekommt.“ Generell gilt es aber, immer gemeinsam den bestmöglichen Weg zu finden, um die Kinder zu fördern. Dass Florian als Mann diese Aufgabe zu seinem Beruf gemacht hat, stößt bei den Eltern auf positive Resonanz. Vielfalt leben: Als Mann in der Kita In den vergangenen Jahren hat der Anteil an Männern in Kindertageseinrichtungen kontinuierlich zugenommen (s. Grafik). „Ich denke, das tut den Kindern gut“, sagt Florian. Für ihn bringen Männer andere Sichtweisen und Aspekte mit. „Ich bin beispielsweise ein Spaßvogel und eher technisch bewandert. Dafür liegt mir das Künstlerische nicht so.“ Er spielt gerne Fußball mit den Kindern und pflanzt spontan Kiwikerne ein. „Jungs können bei einem Erzieher vielleicht auch Sachen ansprechen, die sie lieber nur mit einem Mann besprechen wollen“, denkt der 24- Jährige. Er selbst bezeichnet sich als pragmatisch und unkompliziert im Denken. „Aber das kann ich auch von den Kolleginnen behaupten.“ Ihm gefällt das partnerschaftliche Miteinander an der Kneipp- Kita, das den Kindern auch so vorgelebt wird. Und er schätzt den Austausch mit seinen beiden männlichen Mitstreitern – ebenso wie mit den Kolleginnen. Silke Rödel Fürs Klima auf die Straße, aber nicht ins Handwerk? Handwerkskammer Dresden Dabei lassen sich die politischen Klimaziele ohne Handwerk niemals erreichen. HIER STIMMT WAS NICHT. WWW.HWK-DRESDEN.DE/EINFACHMACHEN UMDENKEN AUF HANDWERK.DE

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